Renaissance 2.0 - Nuhåven

Renaissance 2.0: Nuhåven


Der neue Roman

erhältlich beiAmazon, Tolino und TwentySix

Inhaltsangabe:


Mit weit aufgerissenen Augen und keuchendem Atem schreckte er hoch. Sein Kopf zuckte nach rechts und links, hoch, seitwärts, runter. Alles zur selben Zeit. Panisch tastete er um sich. Schweiß stand ihm auf der Stirn. Seine Hände erkundeten die Umgebung. Er spürte glatte Wände, einen rauen, verdreckten Boden. Dann tastete er seinen Oberkörper ab. Ein heftiger Ruck erschütterte sein Gleichgewicht und warf ihn wieder zu Boden.

Er hatte keine Ahnung, wer er war noch wo er war. Er wusste nur, dass er überleben musste in dieser neuen, unbekannten Welt voller Gewalt und Unrecht. Selbst diejenigen, die das selbe Schicksal erlitten, machten Jagd auf ihn. Denn jeder wollte überleben. Und jeder machte jemand anderes für sein Schicksal verantwortlich. Doch eigentlich waren es nur die Reichen und die Regierung, die diesen Zustand hervorgebracht hatten.

Doch manchmal gibt das Schicksal dir eine zweite Chance.

Tandra leitete seit knapp einem Jahr das Jugendheim für Straßenkinder in der Stadt, als der namenlose Junge dort eintraf. Schon bald entwickelte sich ein Art der Zuneigung zwischen den beiden. Sie tat alles, was in ihrer Macht stand, um ihm zu helfen, seine Erinnerungen zurückzugewinnen. Hätte sie auch nur die geringste Ahnung gehabt, was das für sie und alle anderen Beteiligten bedeutete, wer weiß, wie dann ihre Entscheidung ausgefallen wäre. Wer weiß, ob sie dann noch bei ihm geblieben wäre.

Er landete im Gras. Verwundert griff er nach den Halmen und ließ sie durch seine Finger gleiten. Gras und Erde? Der Teenie war verwirrt. Warum sollte ein Zug mitten im Nirgendwo halten. Die Verwirrung hielt nicht lange an. Sein Herzschlag lag weit über dem Normalen. Schlagartig wurde ihm bewusst, dass er verschwinden musste. Schnell bewegte er sich von dem Ort weg und suchte nach Deckung. Etwas weiter war ein vertrockneter Busch, hinter den der Jugendliche sich kauerte. Dann betrachtete er den Güterwaggon, aus dem er gesprungen war. Dieser schimmerte leicht bläulich. Auf seiner Seite standen in großen, fetten Buchstaben die Worte ORGANIKA AGRICULTURAE. Allerdings hatte der Waggon seine besten Tage schon längst hinter sich. Das bestätigten diverse Rostflecken und Beulen, sowie die abblätternde Farbe der Schrift.

Er war also mit einem Zug hierhergekommen, dachte der Junge. Er konnte sich nicht daran erinnern, wie er in diesen Waggon gekommen war. Sein Blick wanderte umher. An einigen anderen Stellen standen noch andere Züge wie der Seine.

Kaziir verspürte einen leichten Luftzug, der an ihrem linken Ohr vorbeizog. Instinktiv schrie sie 'Deckung' und wollte sich fallen lassen. Allerdings fehlte ihr dazu die Möglichkeit. Etwas zog ihr den Boden unter den Füßen weg. Ihre Beine knickten ein wie zwei Streichhölzer, die in der Mitte zerbrachen. Irgendwo im Rücken fühlte Kaziir etwas, wie den Einstich einer Spritze. Dann schlug sie mit voller Wucht auf dem Boden auf. Ein glühend heißer Schmerz schoss durch ihre Handgelenke, als die Renegatenanführerin versuchte ihren Fall durch Abstützen zu bremsen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht bemühte sie sich auf die Knie zu kommen, um dann in Deckung zu gelangen. Kaziir wollte ihre Beine anziehen, die sich jedoch nicht mehr befehligen ließen. So sehr sie es auch versuchte, sie hatte keine Kontrolle mehr über ihren unteren Körper.

Erneut schlug ein Projektil in der Mauer des Hauses ein. Diesmal zwischen Kaziir und Tandra, die sich sofort nach dem Ausruf ihrer Schwester hatte auf die Straße fallen lassen. Verzweifelt blickte sie zu ihr herüber. Es dauerte nur Sekunden, bis sie begriff, dass mit Kaziir etwas nicht stimmte. Ihre Versuche, den Körper aus der Schusslinie zu bringen, bestanden lediglich darin, auf Händen und Armen sich davon zu schleifen. Tandra sprang auf, um ihrer Schwester zu Hilfe zu eilen.

Im selben Augenblick sprang auch Neniu auf, um in die andere Richtung zu rennen. Tandra war in einem Zwiespalt. Sie machte erste Schritte in Richtung Kaziir, bevor sie sich um entschloss, Neniu einholte und wieder auf den Asphalt warf.

"Was hast du vor?", brüllte sie den Jungen an.

"Was wohl?", antwortete dieser aggressiv. "Ich will hier weg."

Die Mauer umschloss ein Areal von mehreren hundert Metern, mit einem großen Gebäude zu seiner Linken und einigen kleineren zu seiner rechten Seite. Vor dem Gebäude links befand sich ein großer, erhöhter steinerner Platz, den man über zwei Treppen rechts und links erreichen konnte. J'Kay stieg die ihm am nächsten gelegene hoch. Die Fläche war elliptisch, zirka einhundert bis hundertzwanzig Meter breit und fünfzig bis achtzig Meter tief. Sie war mit glatten, großen Steinfliesen gepflastert, die im Licht der hellen Lampen über ihm wie eine zweite Sonne grell leuchteten. In diesem Bereich schien die Hitze nicht nur von Oben, sondern auch von Unten zu kommen. Umrandet wurde das Ganze von einer fünfzig bis sechzig Zentimeter hohen Balustrade aus Stein, die auf kleinen, runden Säulen, die aus dem gleichen Stein gehauen waren, lag. J'Kay fühlte sich, wie in einem Märchenland. Was natürlich auch seinem körperlichen Zustand zuzuschreiben war. Alles war perfekt erhalten und sauber. Überall standen Statuen von, wie er vermutete, Mönchen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes gab es eine weitere, breite Treppe, die zum Eingang des Gebäudes führte. Da drinnen ist es schattig, dachte der Junge, als er auf diese lossteuerte. Oben, vor dem großen, zweiteiligen Tor angekommen, drehte der Junge sich noch einmal um. Von hier aus konnte er das gesamte Areal überblicken. Erst jetzt fielen ihm die Mönchsstatuen auf, die auf beiden Seiten der zwei Treppen zum Vorplatz hin standen. Als er die Stufen hinaufgegangen war, hatte er sie überhaupt nicht bemerkt. Ebenso wenig die, welche im Durchgang in der Mauer stand. Freudig über soviel Schönheit drehte sich der Junge um und ging auf das große Tor, den Haupteingang in das Gebäude, zu. Er benötigte nicht viel Kraft, die beiden Flügel aufzustoßen. Fast schien es ihm so, als würde man sie von Innen für ihn öffnen. Doch dem war nicht so. Außer den ihm schon bekannten Statuen der Mönche, die beidseitig hinter dem Eingang standen, war der Raum leer. Auch hier fanden sich die glänzenden Steinfliesen wieder, wie sie den Boden und die Wände bedeckten. Vor allem war es jedoch angenehm kühl. J'Kay fühlte richtiggehend, wie sich sein Körper in Sekundenschnelle erholte. Er ließ sich auf die kalten Fliesen gleiten und schlief sofort ein.

Hier bekommt ihr eure Bücher:


Rezensionen,

die Spiegel eines jeden Buches

Fallomichell (Andrea Draisbach) (Buchbloggerin)


3,0 von 5 Sternen


Überleben ohne zu wissen, wer man ist

Rezension aus Deutschland vom 13. Januar 2020

Format: Kindle Ausgabe


"Zunächst hatte ich leichte Schwierigkeiten damit, in diesen Text einzutachen, der gleich mit Brutalität und Härte beginnt.
Jugendliche, die aus ihrer Bahn geworfen werden und dann wieder zu sich finden, dazu gehört Mut.
Der namelose Junge Jikav versucht, sich in einer Welt anzupassen und zurecht zu finden, aus der er nicht stammt. Doch das, was er als Kind erlebt hat, macht ihn bereit, alles besser zu verstehen und es zu ändern.
Hartes Genre unserer Zeit.
Ein MUSS für Optimisten!"


Originalrezension:

https://www.amazon.de/product-reviews/B083545N8J/ref=cm_cr_unknownie=UTF8&filterByStar=three_star&reviewerType=all_reviews&pageNumber=1#reviews-filter-bar

Buchrezension (Werbung*): Renaissance 2.0 - Cetian (Fantasy)


von Sanda Rusche (Buchbloggerin)

"Das Buch fängt ziemlich gewaltvoll an, was aber nicht unbedingt schlecht ist. So ist die Spannung schon im Anfang drin.
Es beschreibt die gefährliche Reise eines Jugendlichen, der nicht weiß, wer er ist. Wodurch eine mörderische Jagd beginnt, in der niemand weiß, wieso der Junge gejagt wird.
Doch er hat viele nette Personen an seiner Seite und erfährt auch viel von diesem. Richtig spannend wird es, als er herausfindet, wer er wirklich ist und wieso er den Gedächtnisschwund erleidet. Ein sehr schöner Wendepunkt der Geschichte. Außerdem werden "Asylaken" verabscheut und Reich und Arm sind abgegrenzt, vor allem durch die Einstellung der Politik, bei der alle Reichen reicher werden und die Armen vergessen werden sollen. An sich eine sehr schöne Geschichte über wichtige Themen (Findung seiner selbst/Politik). Ich hang förmlich an diesen Buch, weil es mich so gefesselt hat.
Es lohnt sich auf jeden Fall."
Erhältlich aufAmazon

(Ebook/Taschenbuch)


Originalrezension:

https://www.instagram.com/p/B8cAL9loXMQ/?utm_source=ig_web_copy_link

Wer bin ich und woher komme ich?


Bianca Klemm (Buchbloggerin) aus Mannheim , am 21.02.2020


Ein Junge, der nicht weiß wie er heißt und auch nicht weiß, wo er herkommt und was er bisher alles erlebt hat. Immer wieder tauchen Bruchstücker seiner Erinnerung auf, aber ein komplettes Bild ergibt sich hieraus noch lange nicht. Durch mehr Glück wie Verstand landet er in einem Jugendheim für Straßenkinder, welches von Trandra geleitet wird. Hier wird dem Jungen endlich geholfen. Doch immer wieder quält ihn derselbe Alptraum. Und die Welt um ihn herum ist grausam. Jeder versucht irgendwie zu überlegen und jeder würde dem anderen am liebsten an den Kragen gehen. Es ist ein Leben auf dem Pulverfass. Und es dauert auch nicht lange bis sich die Ereignisse überschlagen. Plötzlich muss der Junge feststellen, dass er wieder auf sich alleine gestellt ist. Kann er den Zwillingen, die er nun kennen lernt wirklich trauen? Wer ist er aber wirklich und was ist mit ihm geschehen? Je näher er der Wahrheit kommt, desto gefährlicher wird es für ihn und die Menschen in seinem Umfeld. Die Welt steckt mitten im Wandel.
Natürlich möchte ich es mir nicht nehmen lassen ein paar eigene Worte zu diesem Buch zu schreiben. Mich hat die Geschichte ab der ersten Seite in ihren Bann gezogen. Auch wenn es eigentlich eine andere Welt ist, hat sie doch mit unserer Welt einiges gemeinsam. Die einzelnen Charaktere sind ausdrucksstark beschrieben ohne dabei übertrieben zu wirken. In der Geschichte passiert immer was, oft genug auch Überraschungen, mit denen der Leser nicht rechnen kann. Somit kommt beim Lesen zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Bei der Auswahl von Charakteren wird jeder Leser seinen Liebling finden. Aber auch hier sei vorsichtig geboten. Nicht jeder ist der, für den er sich vielleicht versucht auszugeben. Und die ein oder andere besondere Fähigkeit merkt man diesen auch nicht immer gleich an. Ich kann hier ohne Bedenken 5 Sterne vergeben und freue mich schon auf die Fortsetzung.


Renaissance 2.0

von Christian Jesch


Originalrezension:

https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID146005761.html#reviewsHeader

Beate Majewski auf Amazon.de


4,0 von 5 Sternen


Sci fi / Jugendlich , spannend, temporeich!

Rezension aus Deutschland vom 14. März 2020

Format: Kindle Ausgabe


Obwohl ich inhaltlich mit der Thematik und der Umsetzung im Sci fi Genre nicht komplett überzeugt wurde, ist diese Geschichte definitiv gelungen . Viel Spannung die Thriller Züge trägt, ein hohes Tempo und Charaktere die sehr detailliert geformt wurden tragen hier die Handlung. Der Leser bleibt mit vielen Fragen am roten Faden und man möchte Antworten. Was mir gut gefallen hat ist die Mischung aus Realität und dem Blick in die Zukunft. Allerdings waren mir einige Szenen zu düster, das liegt definitiv an meiner persönlichen Einstellung.
Der Autor hat hier eine sehr komplexe Geschichte konstruiert die mir im Ausdruck und in der Umsetzung zum Ende hin gute Unterhaltung lieferte.


Originalrezension:

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